Ein liebevoll gebundenes rosafarbenes Päckchen mit Liebesbriefen kaufte ich 1990 auf einem Berliner Flohmarkt. Erst 26 Jahre später habe ich begonnen sie zu lesen. Hierfür mußte ich mir fachkundige Unterstützung zum entziffern  der alten deutschen Kurrentschrift holen. Die Briefe ließen einiges erahnen und machten mich immer neugieriger. Mit Recherche und Hilfe eines Ahnenforschers erzählen die von 1852 - 1856 geschrieben Briefe, eine Liebesgeschichte . Die Briefe von Günther an Friederike habe ich in alterungsbeständige Folie eingenäht und bewahre sie in einem textilen Buch auf.

01

Die Briefe werden durch einen Kutscher..

02

von Dornheim nach Arnstadt überbracht.

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Mein liebes Riekchen!...

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...ich fühle schon Sehnsucht jetzt.

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Gern hätte ich Sie einen Kuß gegeben....

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...mit tausend Grüßen und die Hälfte Küssen

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Manches läßt sich nicht entziffern, Günther..

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schreibt bis spät in die Nacht...oft sehr schnell..

09

..denn der Kutscher hat schon angespannt!

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Ich gebe mich schon jetzt daran im wiegenden

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Walzer mit Sie zu tanzen.

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Dein ewig liebender Günther

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22. November 1855

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Im letzten Brief wird der kleine Karl erwähnt

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laut Kirchenregister geboren am 5.12.1856.

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Alle Briefe wurden gefaltet und versiegelt.